Mittwoch, 19. März 2008

New York - Tag 3

New York - Tag 3

Wir wachen auf und blicken in einen sonnigen Tag, perfekt für den geplanten Ausflug nach Downtown und zum Empire State Building. Für 10:00 Uhr sind wir dort mit Vicky verabredet. Auf dem Weg die 5th Avenue entlang erblicken wir am Times Square viele Menschen, Polizisten und Presse/Medien belagern den Bereich. Eine SMS von Vicky informiert uns später, dass es wohl eine Explosion in diesem Bereich gegeben hat, ein Anschlag eines Irren. Jetzt machen auch das Polizeiaufgebot und die Polizeisirenen des gestrigen Abends Sinn.

Neben dem ESB kehren wir bei Sbarro zum Frühstück ein, 'all you can eat' vom amerikanischen Frühstücksbuffet, so richtig mit Rührei und Speck. Um 10:00 haben wir den Eingang zum ESB gefunden und begrüßen Vicky mit ihrer Mom. Nach endlosen Absperrbändern, Flyerübergebern und Sicherheitskontrollen wie am Flughafen gehts mit dem Expressaufzug in die 80. Etage mit Umsteigen in den nächsten Lift zur 86. Etage. Oben erwartet uns herrlicher Sonnenschein ohne Wind und eine wunderbare Aussicht. Man hört das erste Mal mehrere deutsche Stimmen. Mit dem Aufzug geht es anschließend wieder nach unten.

Nun gehen wir Richtung Süden, wollen zum Washington Square Park. Leider wird dieser gerade umgebaut und wir suchen deshalb den Weg nach China Town. Vicky hat einen Plan. Wir irren umher, sehen dabei ein wenig Greenwich Village und Soho und finden dann tatsächlich irgendwann das Ziel. Vorbei an Handtaschenverkäufern, vielen Ständen mit Krimskrams, Optikern, Schmuckgeschäften und Lampenläden spazieren wir durch Chinatown und entdecken auch Little Italy. Hier gönne ich mir dann eine leckere Pizza.

Etwas orientierungslos suchen wir nach einer Subway Station, die wir Dank eines netten New Yorkers in der Canal Street auch finden und fahren eine Station südlich zur City Hall. Die New Yorker U-Bahn hat ein System, das ist am Anfang nur nicht so leicht zu durchschauen. Wir gewöhnen uns aber schnell dran.

Das nächste Ziel ist die Brooklyn Bridge. Wieder hilft uns eine nette New Yorkerin, den richtigen Weg zum Aufgang zu finden. Vorher schauen wir noch einem Graffitti-Künstler zu, der fantastische Kunstwerke auf eine völlig neue Art herstellt. Bis er den Spachtel nimmt und bei Reggae-Musik loslegt, das Bild zu bearbeiten, weiß man nicht, was es werden wird. Das Ergebnis ist eine orangefarbene Skyline. Wir laufen die Brooklyn Bridge bis zur Hälfte, genießen die schöne Aussicht und laufen dann wieder zurück. Vicky und Mom wollen dann nach Hause. Wir entschließen uns, die Gegend weiter zu erkunden und verabreden uns für den nächsten Tag auf Long Island.

Als Erstes steuern wir den Dunkin' Donuts in der Nassau Street an und bestellen eine 6er Auswahl an verschiedenen Donuts und Kaffee Latte dazu. Nervig ist die Eingangstür des Ladens. Eine Hälfte ist defekt und alle rütteln dran wie blöd, weil kein Schild dran ist. (Viele Läden haben ein 'Use the other door'-Schild dran, dieser Laden nicht.) Der asiatische Verkäufer hinter dem Tresen fragt uns: 'Where are you from?', weil wir uns wohl etwas ungeschickt anstellen. Er freut sich aber, auch mal deutsche Gäste zu haben. 'London? Aah, Germany.'

Durch die Straßen finden wir dann irgendwann zur Wall Street. Wir laufen ein wenig umher und landen im Gebiet der World Trade Center. Von World Trade Center 1-3 haben wir Aussicht auf die Baustelle am Ground Zero und es macht sich irgendwie Beklemmung bemerkbar, selbst nach 6 1/2 Jahren der Katastrophe von 9/11. Sonnenuntergang und Einbruch der Dunkelheit. Wir nehmen die Subway R von Haltestelle City Hall in die 49. Straße und sind gleich am Hotel.

Wir sind total kaputt vom vielen Herumlaufen und gönnen uns 2 Chicken Supreme vom Pizza Hut um die Ecke zum Mitnehmen. Nebenan kaufe ich mir noch 2 Bud Light und wir essen auf dem Zimmer. Gute Nacht.

Dienstag, 18. März 2008

New York - Tag 2

New York - Tag 2

Die erste Nacht im Hotel ist vorbei und ich bemerke an der Rezeption: "There is a problem in the bathroom, the water in the toilet will not go..." Das Problem wurde sofort beseitigt, anscheinend ist es nicht unbekannt. Die Heizung reklamiere ich nicht, denn es ist irgendwie offensichtlich, dass diese stundenweise bollert und Überdruck am Ventil abgibt. Eine Regulierung ist nicht zu finden. Das Fenster lässt sich öffnen, echt gut in diesem Fall.

Weil die Lampe am Telefon ständig blinkt, frag ich doch mal den Rezeptionisten, wie ich denn Messages abfragen kann. 'Type 66 and follow the instructions' hilft mir sehr, auch die Telefonkarte für $20,00, anders ist telefonieren nicht möglich, denn ich wollte Vicky ja anrufen, wenn ich da bin. Eine Nachricht vom Big Apple Greeter ist drauf und informiert mich, dass leider kein Greeter verfügbar ist. Schade.

Wir frühstücken bei Ellens Stardust Diner gegenüber vom gestrigen Mc Donalds. Mein Brooklyn Bagel ist sehr amerikanisch und lecker, Kaffee gibt es 'Free Refill'. Rike bemerkt den hinter ihr singenden Kellner erst gar nicht aber die Atmosphäre im Diner lässt den Tag beschwingt anfangen. Das Personal ist sehr aufmerksam und es macht Spass, dem Gesang im 50er Jahre Stil zuzuhören.

Anschließend laufen wir den Broadway bis zum Columbus-Circle, um dann in den Central Park zu gehen. Selbst dort hört man das Brummen der Stadt, die Schallwellen legen sich von allen Seiten über den Park. Wir spazieren kreuz und quer durch den Park bis zum Belvedere Castle und genießen die Aussichten.

Am Tavern of the Green verlassen wir den Central Park und laufen Richtung Hudson River, essen dabei einen Hotdog an einem Stand. Ich verstehe den Mann kaum, was will der von mir? Das einzige Wort, welches ich verstehe, ist 'Ketchup'. Ich nicke und nehme dann die beiden Hotdogs mit Ketchup, ich mag nicht diskutieren, wenn ich nicht verstehe, was der von mir will. Lecker fand ich das Ding trotzdem nicht. Am Hudson River weht uns der Wind fast um und wir gehen lieber wieder zurück und schluppeln die Avenue Richtung Midtown lang.

Ich besuche das erste Mal einen Starbucks, die gibt es in New York an jeder Ecke. Am Times Square gehen wir in den hippen Swatch-Store und ich kaufe mir dort eine Irony-Swatch. Meine Plastik Swatch tickt zu laut, meint Rike. Und ich wollte ja eigentlich schon immer eine Swatch aus der Irony-Serie. Jetzt hab ich eine und bin total glücklich damit. $97,54 und das Ding ist meins. Die Uhrzeit ist auf MEZ gestellt.

Mein Wunsch war eine Besichtigung der Grand Central Station. Dann laufen wir weiter zum Rockefeller Center und sehen Läufer auf der Eisbahn, das ist ziemlich entspannend. Weil wir selbst so viel gelaufen sind, gönnen wir uns eine Pause und gehen ins Hotel. Im Vorbeilaufen hat Rike entdeckt, dass 2 Häuser weiter ein japanisches Restaurant ist, in dem überdurchschnittlich viele Japaner und Asiaten sitzen. Das muss ein gutes Zeichen sein und deshalb essen wir bei Sapporo zu Abend. Wir wählen Menma Ramen und Chicken Teriyaki. Ich kam ziemlich gut mit den Stäbchen klar und lecker war es auch. Die nächsten Tage war dieses Restaurant stets voll, ein gutes Zeichen und prima, dass wir einen Tisch bekommen hatten. Kugelrund und müde fallen wir ins Bett. Erste Schwächeerscheinungen lassen sich nicht leugnen.

Montag, 17. März 2008

New York - Tag 1

New York - Tag 1
Die Fahrt zum Flughafen nach Hamburg verlief unkompliziert und ohne Stau, TomTom führte uns direkt zum Terminal. Rike und Gepäck habe ich rausgelassen und bin dann zum Parkplatz P8 gefahren, um mein Auto unterzubringen. Toll, ganz hinten im Bereich D10 neben einer großen Pfütze fand ich noch Platz. Der Shuttlebus brachte mich zurück zum Terminal, doch wo war Rike? Zwei Flughafenmitarbeiter klärten mich auf: Eine Etage höher, wo ich Wigald Boning beim Rauchen um Sekunden verpasste. Mist. Rike kam aus dem Grinsen nicht mehr raus, ist Wigald ihr doch als 'Nacktsportler' bekannt.

Das Gepäck wird am Schalter der First Class eingecheckt, Rike zahlt die 100,00 Euro Umbuchungsgebühr, alles scheint prima zu werden. Herrlicher Sonnenschein auf der Aussichtsterrasse des Terminals, die Maschine von Emirates wartet schon. Wir lassen uns noch ein wenig Zeit und entscheiden uns für Kaffee mit Muffins und Donuts. Vorbereitung für New York sozusagen. Dann gehts es gegen 14:00 Uhr zum Boarding. Die Maschine ist wie erwartet, keine Überraschung. Netter Service während des ganzen Fluges und 150 aktuelle Filme ('No Country for old men' läuft gerade im Kino und schon bei Emirates im Entertainment-Kanal)

Lustig der Kerl mit aufgesetztem Kopfhörer, der lautstark der Mitfliegerin den linken Button des Entertaiment-Programms erklärt und das ganze Flugzeug unterhält. Nebenbei bin ich froh, dass niemand klatscht, als das Flugzeug landet, endlich mal kein Pauschalflug...

Die Einreise war bis zu dem Zeitpunkt unkompliziert, bis uns der nette ständig an seiner Kaffeetasse nippende Amerikaner darauf hinwies, dass wir das falsche Immigration-Formular hätten. Im Flugzeug haben wir das falsche weiße Formular ausgefüllt, richtig wäre das grüne gewesen. :-( Also noch mal von vorn...

Wir erreichen den Ausgang des Flughafens und riechen die Großstadt, wortwörtlich. Ein Dispatcher am Ausgang empfiehlt uns den Airlink Transfer mit einem Van, wir machen das. $19,00 pro Person ist fair, wir haben vorher noch schnell Dollars am Automaten geholt.

Im Hotel angekommen erhalte ich ein kleines Päckchen, Mr. Lou hat mir die Gasdruckdämpfer geschickt. Zumindest das hat schon mal geklappt. Den gleichen Abend stehen wir nach dem Check-In im Hotel am Times Square und können es kaum glauben, es ist alles so unwirklich. Ja, wir sind in New York! Abendessen gibts nur auf die Schnelle im Mc Donalds am Broadway. Die Soße ist anders, sonst ist der Big Mac wie bei uns.

Samstag, 15. März 2008

Mark Medlock

Mark Medlock

Heute war er da, Mark Medlock mit Band auf seiner Dreamcatcher-Tour in Begleitung von Ben und Kate. Ich habe Fotos gemacht ohne Ende, die besten könnt ihr hier sehen.

Das ist schon recht interessant, direkt neben der Bühne zu stehen und zu sehen, wie er als Newcomer so seinen Weg geht. Ich kann nur sagen, dass er ein normaler Mensch geblieben ist und neben mir eine geraucht hat. Ben ist eher lustig und macht gerne Quatsch.

Ein schöner Abend ging zu Ende...

Dienstag, 11. März 2008

Wieder daheim

Ein Kurzkommentar im Blog war nur im Apple-Store möglich, anscheinend gibt es kaum Internetcafes in New York oder wir haben einfach keins gefunden. Den Kommentar habe ich auf einem iPod-Touch geschrieben, und das war nicht unanstrengend!

Wir sind wieder gut daheim angekommen und müssen erstmal entspannen und uns auf den Jet-Lag vorbereiten. Freut Euch auf interessante Reiseberichte und tolle Bilder aus New York.

Heute Abend war die gute deutsche Hausmannskost von Schlemmermeyer am Gänsemarkt Hamburg eine willkommene Abwechslung zum Fastfood und amerikanischer Küche. Morgen sortiere zuerst Mal die Bilder...

Montag, 3. März 2008

Wir sind dann mal weg

Heute haben wir einen Stadtbummel in Rostock gemacht und uns in Warnemünde den kalten Wind ins Gesicht blasen lassen. Gut, dass es im Teepott das Cafe Schusters gibt. Lecker Kaffee und Stachelbeerbaiser bei herrlichem Blick auf die Ostsee. Den Abend ließen wir im Kino bei 8 Blickwinkel ausklingen.

In 24 Stunden landen wir in New York, dann ist es dort gerade mal 17:30 Uhr. Jetzt noch ein wenig TV schauen und dann schlafen, denn in der Frühe geht die Fahrt nach Hamburg zum Flughafen. Die Sachen sind gepackt, aber man vergisst ja immer irgendwas.

Ihr Lieben, die Ihr zurückbleibt, macht Euch keine Sorgen. Wir kommen sicher wohlbehalten zurück. Vielleicht ergibt sich unterwegs die Möglichkeit, ein Lebenszeichen hier zu hinterlassen.

Samstag, 1. März 2008

Bloggen an sich

Also ich weiß nicht, was Google gemacht hat, aber ich kam nicht in meinen Blog. Egal, nun geht es wieder.

Ich habe das Bloglesen gelernt, die letzten Tage fast nichts anderes gemacht. Interessant, was andere Leute so bloggen. Insbesondere der Alltag hat es mir angetan. Sei es die Buchhändlerin, der Taxi-Fahrer, der Lebensmittelhändler und Elektro-Fachverkäufer, der Pizza-Bäcker oder der Polizist und letztendlich das Freudenmädchen. Unter die Haut geht der Bestatter, amüsieren tut mich die Lehrerin und das Altenheim, weil ich selbst Zivi in einem solchen war. Leider nicht mehr aktiv ist die WG und der Hotelblogger, schade eigentlich. Wer jetzt immer noch nicht versteht, warum ich meine Blog habe, der sollte hier einfach nicht weiter lesen. Kann mal jemand Blog definieren?

Übrigens danke für die Postkarte von den Bahamas, Vicky. Das war echt nett, könnte vielleicht als nächstes potentielles Urlaubsziel in Frage kommen.

Ich bin etwas nervös, Sonntag bekomme ich Besuch. Dienstag fliegen wir nach New York. Ich bin wirklich aufgeregt...